


Die meisten 3D Fernseher benutzen hierfür die
Lichtpolarisationsmethode (bei der das Licht polarisiert/gerichtet
wird) oder den Shutterbetrieb (bei der abwechselnd ein Bild
für
ein Auge gesendet wird) oder beides, so dass man beim gucken
zusätzlich eine 3D Brille braucht. Auch gibt es die
Parallaxen-Barriere-Methode, die ein 3D Bild ohne Brille erzeugen kann,
doch sind diese Fernseher noch kaum auf dem Markt zu bekommen,
außer z.B. als mobile Fernseheinheit im http://www.3dshop.eu
.
3D Fernseher sind meist die besseren Fernseher (wobei ich hier nicht pauschal urteilen möchte, da es sicherlich auch Ausnahmen gibt), da sie hohe Farbleuchtkraft haben müssen, um nach der Lichtpolarisation (die mit Leuchtkraftverlusten einhergeht) trotzdem ein schönes Bild zu erzeugen und sie müssen eine hohe Herzzahl/Bildwiederholungsrate pro Sekunde (HZ) haben, mindestens 120 HZ, sagt man, um für das Shutterverfahren, jeweils 60 HZ pro Auge bieten zu können. Somit müssen 3D Fernseher im normalen 2D Modus ein sehr gutes Bild abgeben können um im 3D Modus überhaupt ein annehmbares Bild liefern zu können. 3D Fernseher sind also im Regelfall die besseren Fernseher, auch wenn man kein 3-D gucken möchte.
Frage: Ist die Technik in 3D Fernsehern schon ausgereift?
Ausgereift in dem Sinne, dass es funktioniert? - Ja.
Ausgereift in dem Sinne, dass keine Neuerungen mehr zu erwarten sind? -
Nein.
Die Technik in 3D Fernsehern funktioniert und es ist ein cooles Erlebnis echte 3D Filme darauf zu sehen.
Klar, es ist zu erwarten, dass noch ein paar Neuerungen geben wird.
Die Verbesserungen könnten z.B. folgende Bereiche beeinflussen:
- Die Bildwiederholungsrate (HZ/Herz) ist, die bestimmt noch
ansteigen wird, für ein flimmerfreies Sehen
- Die Bildpunkthelligkeit, die ein strahlendes Bild vor unsere Augen
projiziert
- Die Berechnung der optimalen Stereobasis für einen tollen 3D
Effekt
- Angewandte Technik für die Darstellung des 3D
Effekts, z.B. um ohne Brillen schauen zu können.
Es ist auch zu erwarten, dass die Geräte
günstiger werden.
Wie lange man jedoch (nicht) warten möchte, sei jedem selbst
überlassen.
Die Handys werden ja auch immer günstiger, doch würde
ich so
viele Jahre auf ein Handy warten wollen - oder mir Eins erst
zulegen, wenn sie noch besser werden? Tsja, da könnte man wohl
noch ins Endlose warten.
Wenn man 3-D Zuhause erleben will - dafür taugen die
Geräte schon jetzt.
Wenn man günstige Preise haben möchte und eventuell
ein paar Neuerungen, dann musst man warten..


Fragen zu 3D Monitoren
Frage: Welche 3D Monitore laufen auch im 2D Modus?
Antwort: Eigentlich laufen alle 3D Monitore auch im 2D Modus.
Du kannst Dir somit jeden belibigen 3D Monitor aussuche und diesen auch für 2D benutzen.
Fragen zu 3D Bildern
Frage: Wo gibt es im Internet 3D Bilder?
Schau mal auf http://www.3dpic.net
Dort gibt es sehr viele 3D Fotos.
Und du kannst auf der Webseite auswählen, im welchen Verfahren du sie
anschauen möchtest.
Downloaden geht auch. Alles umsonst und du kannst deine 3D Bilder
ebenfalls auch hochladen.
Frage: Welche Aufnahme-/Ausgabeformate gibt es für 3D?
Antwort: Hauptsächlich werden folgende Formate
unterschieden:
Anaglyph
Side-by-Side
Top-Buttom
Dual-Stream
Field Sequential
Interlaced
Lenticular und Parallax-Barrier-Format
Crosseye
Die Unterschiede in den 3D Formaten kurz erklärt:
Anaglyph
Das Anaglyph-Format mit den farbigen Brillen ist sehr populär, weil es sehr einfach ist
3D Bilder damit betrachtbar zu machen. Man benötigt lediglich eine 3D anaglyphen Brille,
die schon für etwa 99 cent bezogen werden kann und für die Erstellung eines 3D-Anaglyphen-Bildes,
eine Software, die gratis bezogen werden kann. 3D Anaglyphen Bilder und Videos können
auf ganz normalen Fernsehern und Monitoren betrachtet oder auf Papier ausgedruckt werden.
Der Nachteil dieses 3D Formats ist, dass man eine Brille tragen muss, es zu Farbverlusten kommt
und das Auge durch die unterschiedlichen Farben irritiert wird (Stichwort: retinal rivalry).
Es gibt unterschiedliche anaglyphen Verfahren siehe
Frage: Welche unterschiedlichen 3D Anaglyph-Kodierungen gibt es - wo ist der Unterschied?
Das meistverbreiteste Anaglyphenformat ist Rot/Cyan.

Weitere Anaglyphenformate sind:
Rot-Blau-Anaglyphen

Gelb-Blau-Anaglyphen

Rot-Gruen-Anaglyphen

Die Unterscheide in der Qualität dieser Anaglyphen werden hier Erklärt:
Frage: Welche unterschiedlichen 3D Anaglyph-Kodierungen gibt es - wo ist der Unterschied?
Side-by-Side-Format
Beim Side-by-Side-Format liegen die Bilder nicht übereinander, wie bei Anaglyphen, sondern nebeneinander.
Dieses Format eignet sich, um 3D Bilder und 3D Videos verlustfrei zu speichern.
Aufnahmen im Side-by-Side-Format sind zudem leicht handzuhaben, weil es eben nur eine Datei ist.
Fotos und Videos am Computer werden meißt im Side-by-Side-Format ohne Stauchungen gespeichert,
quasi einfach aneinander und nebeneinander gekoppelt.

Bei 3D Videos, die im älteren Videorecorder problemlos wiedergegeben werden sollen, werden die Daten gestaucht,
damit
sie quasi in die normalen Bilddimensionen passen. Handelt es sich bei
der orginalen Aufnahme um HD bilder in 1920x1080 Pixeln,
so werden sie für diese Darstellung zu 2x 960x1080 Pixeln
umgewandelt, was zu einem Qualitätsverlust der einelnen Spuren
führt.

Beim neuen Videostandart ab HDMI 1.4a können Side-by-Side-Videos
in voller Breite und voller Auflösung dargestellt werden.
Das wird dann als 3D Megaframe bezeichnet, weil der Frame "sooo" mega groß ist.
Getrennt werden die rechten und linken Bilder durch einen Leerbereich von 30 Zeilen bei 720p und 45 bei 1080p.
Trotz der Trennung handelt es sich um nur eine Datei.

Für die Wiedergabe solcher Videos, benötigen sie ein 3D
Fähiges Wiedergabegerät, das den neuen Videostandart inne
hat.
Alte Geräte können so einen 3D Megaframe nicht wiedergeben.
Solche Geräte werden mit dem Label 3D-Ready oder mit HDMI 1.4a oder höher gekennzeichnet.
Top-Button oder auch Over-Under
Beim Top-Button oder auch Over-Under-Format werden die 3D Bilder/Spuren ähnlich dem Side-by-Side Format angeordnet,
nur eben nicht nebeneinander sondern unter, bzw. übereinander (oben/unten).

Allgemein
gilt das gleiche für die Wiedergabe in alten Videorecordern: Bilde
quetschen, bis es so aussieht als wäre es ein normaler Frame.
In dem Fall wäre es bei HD 1920x1080 nur 2 x "1920 x 540".

Auch dieses Top-Down-Format können 3D-Ready oder mit ab HDMI 1.4a gekennzeichnete Geräte erkennen und in voller Größe wiedergeben.
Bei
solchen Geräten benötigt man die Quetschung nicht mehr und so ergibt
sich auch hierfür ein Megaframe, in der doppelten Höhe und der
Leerzeilentrennung.

3D Dual Stream
3D
Videos müssen jedoch nicht miteinander gekoppelt werden, sie können
auch als einzelne Dateien gespeichert werden und zugehörig
gekennzeichnet werden.
Ein 3D Video ergibt sich dann z.B. aus den Spuren Video_L und Video_R (jeweils für rechtes Auge und linkes Auge).
Diese Art der Formatierung hat den Vorteil, dass die Qualität der Datenströme nicht leidet,
jedoch
auch den Nachteil, dass die Bearbeitung umständlich ist und man
eventuell irgendwann eine Ansicht im Datenchaos verlieren könnte.

Field Sequential
Interlaced
Im
Field-Sequential-Interlaced-Format, oft auch einfach nur als Interlaced
bezeichnet, werden die Ansichten zu einer Datei verarbeitet,
indem,
ähnlich dem Top-Down-Format, die Auflösung der Bilder halbiert wird.
Die Bilder werden jedoch nicht wie im Top-Down-Format
getrennt voneinander verbunden, sondern ineinander, Zeile für Zeile, vermischt.
Dieses
Verfahren wurde früher sehr oft für die Videowiedergabe verwendet, was
mit der Funktionsweise von alten Röhrengeräten zusammenhängt
und der damit verbundenen, einfachen Möglichkeit 3D Videos darauf
abzuspielen und über die Shutterbrillen zu synchronisieren.

Lenticular und Parallax-Barrier-Format
Für
Lenticulare und Parallax-Barrier-Geräte werden die Bilder ähnlich dem
Field Sequential Interlaced in Streifen zerschnitten, jedoch hier
hochkant.
Man muss hierzu sagen, dass bei den neuen Geräten die
Ursprungsdatei meißt im Side-by-Side oder einen anderen Format vorliegt
und erst durch das Gerät selbst zu diesem Format verarbeitet wird, da
es mit den Abmessungen der Lentikularfolie oder der
Parallaxen-Barrieren genaustens synchronisiert werden muss.
Dieses
Format wird für Lentikularbilder benutzt, die man mit den bloßem Auge
anschauen kann oder Autostereoskopische Lentikular Monitore.
Meistens
besteht das Lentikularbild jedoch aus mehr als nur zwei Ansichten,
oftmals aus vier und mehr, die in diesem Format als ein Frame
ausgegeben werden. Autostereoskopische Parallax-Barrier-Geräte kommen
jedoch schon mit zwei Ansichten aus.

Ich
persönlich speichere die Daten im Side-by-Side-Format ab, weil sie
dadurch leicht zu handhaben sind und weil die Qualität erhalten bleibt.
Dieses Ursprungsformat kann in jedes andere Format konvertiert werden - anders jedoch meißt nicht.
Man kann z.B. nicht gänzlich ohne Farbverluste ein Anaglyphenbild in ein Side-by-Side-Format überführen.
Auch
kann man ein Interlaced-Bild nicht in zwei volle Bilder überführen,
weil, bedingt durch das Format, die Hälfte der Bildinformationen fehlen.
Grundsätzlich könnte man es auch über das Top-Down-Format sagen, doch das Side-by-Side-Format ist mehr verbreitet
und
findet in der 3D Community auf den größten Zuspruch, auch wenn das
Top-Down-Format in der Bildkodierung eventuell mehr Vorteile hätte.
Aber der Mensch will es leicht haben und so ist links das linke Bild und rechts das Rechte - da muss man nicht viel nachdenken.
Und im Top-Down-Format - wo ist da das rechte Bild, oben oder unten?
Ein Format hätte ich fast vergessen, das Crosseye-Format.
Dieses Format ist analog zum Side-by-Side, nur dass dort die Seiten vertauscht sind.
Dies wird so gemacht, um ohne weitere Hilfsmittel, einfach durch das Hindurchschielen des Bildes, einen 3D Effekt zu erhalten.
Die Pioniere des 3-D kennen dieses Format sehr gut, doch wenn man mittlerweile Geräte hat, wo man nicht mehr Schielen muss,
so ist abzusehen, dass dieses Format schnell wieder an Aktualität
verlieren wird und manche werden es gar nie kennen lernen.
Frage: Kann ich aus 3D Anaglyphen Bildern wieder ein 2-D Bild machen?
Antwort: Ja, das geht. Es wird jedoch ein entsprechendes Programm benötigt.
Ich kenne ein Programm mit dem Namen StereoPhotoMaker.
Mit diesem Programm kann man ein 2-D-Bild aus einem 3-D-Anaglyphen rekonstruieren.
Derzeit war jedoch nur ein 2D schwarz-weiß Bild möglich,
doch farbige Rekonstruktionen müssten auch möglich sein.
Wenn man ein Anaglyphenbild und ein linkes Bild vom Stereo hat, dann geht das mit dem Programm DeAnaglyph von 3Dtv.at .

Auch anhand dieses 3-D-Film-Werbeposters kann man den Unterschied
zwischen 3D und 3-D erkennen:

Frage: Werde ich den 3-D-Effekt
sehen, wenn ich ein extrem schwaches Auge habe?
Antwort: Wahrscheinlich nicht, da für das 3-D-Sehen beide
Augen in
guter Stärke und im Zusammenspiel benötigt werden.
Um es zu überprüfen, kannst Du eine einfache 3-D
Brille aufsetzen, so wie Du sie hast und mal die Webseite http://www.3dpic.net
anklicken. Dort gibt es Bilder auch für rot/grün
Brillen (das kann man dort einstellen, welches 3D System man hat).
Falls
Du aber trotz der richtigen 3D Brillen und des richtigen 3D Bildes kein
3-D-Effekt erkennen kannst, dann ist das mit dem 3-D bei Dir nicht
möglich. Aber nicht traurig sein. Einige Menschen (ich glaube
das liegt
so bei 3 oder 5 % der Bevölkerung) können auch kein
3-D sehen. Das ist
zum Teil genetisch bedingt. Bei Dir aber wahrscheinlich dadurch, dass
das eine Auge die Dominanz übernommen hat und die
Bildinformationen des
schwachen Auges kaum in die Kopfinterne 3D Berechnung einfliessen.
Frage: Wie funktioniert das Lentikular-Verfahren, in dem z.B. 3D Fotos ausgedruckt werden können?
Das
Lentikularverfahren basiert auf der Aufteilung der unterschiedlichen
Bilder in Streifen und der wechselweisen Darstellung dieser Bilder.
Nach Auflegen der Lentikularfolie und beim Betrachten des
Bildes, erscheinen die einzelnen Bildstreifen vor dem Auge als ein
ganzes Bild.
So wird beim 3D Lentikularprint vereinfacht dargestellt,
zuerst der linke Streifen des 1.Bildes gedurckt, dann der linke Streifen des 2. Bildes, dann
der
mittlere Streifen des 1.Bildes, dann der mittlere Streifen des 2.
Bildes, der rechte Streifen des 1.Bildes und der rechte Streifen des 2.
Bildes.
Die Lichtbrechung der Lentikularfolie wird für die
Trennung der Ansichten genutzt, so dass jedes Auge ein anderes Bild
sehen kann.

Das
Lentikularverfahren hat den Vorteil, dass für die Betrachtnung des
lentikularen 3D Bildes keine weiteren Hilfsmittel benötigt werden.
Der
Effekt ist sofort sichtbar. Der Nachteil ist die etwas aufwendige
Erstellung so eines Bildes, denn die zugeschnittenen Bilder müssen
exakt
auf den Lentikularlinien plaziert werden. Schon ein kleiner vertikaler
oder horizontaler Versatz wird mit Qualitätsverlusten hart bestrafft.
Desweiteren werden für die Erstellung eines guten 3D Lentikularbildes meist mehr als nur zwei Ansichten benötigt.
Frage:
Wie funktioniert das Parallax-Barrier-Verfahren, welches für
autostereoskopische Monitore und 3D Fernseher genutzt wird?
Antwort:
Das Parallaxen-Barrier-Verfahren funktioniert ähnlich dem
Lentikular-Verfahren, indem die jeweiligen Bilder (rechts und links)
in
Streifen aufgeteilt dargestellt werden. Für die Zuordnung zum jweiligen
Auge werden hier jedoch anstatt Linsen, Pannels (Verdunklungspanells)
eingesetzt. Diese Panells lassen jeweils nur eine bestimmte Lichtquelle
(aus einem vorbestimmten Winkel) zum Auge hindurch.
Lichtquellen, welche für das andere Auge gedacht sind, werden ausgeblendet.
Der
Vorteil dieses Verfahren ist, dass es mit nur zwei Bildansichten
funktioniert und da es ein elektronisches Panell ist, auch
ausgeschaltet werden kann.
Ein 3D Monitor oder 3D Fernseher kann somit nicht nur für die 3D Betrachtung genutz werden,
sondern auch für 2D Inhalte (wie Briefe, alte Fotos und Filme).
Das folgende Bild zeigt vereinfacht die Funktionsweise eines 3D Fernsehers, welcher das Parallax Barrier-Verfahren nutzt.

Frage: Warum kriegen manche Leute Augenschmerzen oder Kopfschmerzen, wenn sie 3D gucken?
Antwort: Dies liegt damit zusammen, dass die Augen gewohnt sind, die Scharfstellung des Objektes und
den Fokus in Abhängigkeit zum Abstand des Objektes, zu setzen. Beim virtellen 3D-Schauen, guckt man
jedoch eigentlich immer auf ein Objekt welches sich in einer bestimmten Entfernung befindet, nämlich den Bildschirm.
Trotzdessen dass sich dieses Objekt in einer nicht varrierenden Entfernung befindet, varriert aber der Fokus der Augen
und erzeugt damit die Illusion, dass sich die Objekte vor dem Bildschirm oder hinter dem Bildschirm befinden.
Bei 3D Filmen sollte man bedenken, dass man nicht alles scharfstellen kann, sondern nur das scharf erscheinen kann
was der Kameraman mit "seiner" Linse scharfgestellt hat.
Für ungeübte Augen ist die neue Tatsache der Abkopplung des Abstands zur Fokussierung so verwirrend,
dass der Verarbeitungsprozess im Kopf zu Schmerzen oder Schwindelgefühlen führen kann.

Geübte Augen haben kaum Probleme damit. Es ist teilweise auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Personen, die ohnehin Schwierigkeiten mit dem 3D-Sehen habenm, sollten in kein 3D Film gehen.
Für andere Menschen, sind gut gemachte 3D Bilder und 3D Videos
(von vielen Augenärzten empfohlenes) Übungsmaterial.
Oftmals entstehen Kopfschmerzen beim 3D-Schauen jedoch aus anderen Gründen,
nämlich durch zu unterschiedliche Bildinformationen beider Augen.
Dies kann dann der Fall sein, wenn die 3D Projektoren nicht gut synchronisiert sind, also das Bild zu sehr versetzt wird.
Dadurch muss das Gehirn auf die Dauer viel Korrekturarbeit leisten und das strängt an.
Am besten verdeutlicht man sich den Effekt, wenn man "leicht" eines seiner Augen andrückt,
dadurch werden die Bilder gegeneinander versetzt, mit dem Effekt, dass man anfängt, sich komisch zu fühlen.
Gleiches Problem gilt auch, wenn zwar die Projektoren richtig eingestellt worden sind, jedoch bei der Aufnahme des 3D Films
die Kameras gewackelt haben, in der Höhe nicht richtig synchronisiert worden sind, nicht waagerecht gehalten worden sind,
oder die Frames einen Versatz aufweisen und das eine Bild quasi "nachläuft".
In
Kinos mit zwei laufenden Projektoren sollte man darauf achten, dass man
mittig sitzt und somit gleich viel Licht auf beide Augen fällt.
Zudem müssen die Bilder aus einer geraden Position nicht interpoliert werden.
Werden Licht-Polarisations-Brillen benutzt, so sollte der Kopf gerade gehalten werden,
denn kippt man sein Kopf, so könnte es sein, dass Bilder nicht richtig gefiltert werden.
Dieser Effekt ist bei linearer Polarisation sehr stark und bei
zircularer Polarisation abgeschwächt oder kaum wahrnehmbar.
Retinale Rivalität (Retinal Rivalry), also Retinale Bildrivalität bei unterschiedlichen Bildern
erhält
man auch, wenn 3D Fotos z.B. mit nur einer Kamera, zeitversetzt gemacht
worden sind und sich zwischenzeitlich Personen oder Objekte
bewegt haben. Es ergeben sich dann zwei Bilder mit etwas unterschiedlichen Inhalten.
Das Gehirn ist solche Unterschiede jedoch nicht gewohnt, denn wenn wir mit unseren Augen blicken,
dann erhalten wir in der Zeit immer synchrone Bildert.
Eine
Lösung des Problems könnte die Anschaffung einer 3D Kamera mit zwei
Objektiven sein, die synchron 3D Bilder oder 3D Videos aufnimmt.
Retinale Rivalität entsteht auch, wenn man zur 3D-Wiedergabe das Anaglyph-Verfahren nutzt.
Hierbei besteht der Unterschied zwischen den Bildern in den dargestellten Farben.

Auch dies kann zu Augenschmerzen führen. Empfehlenswert sind deshalb 3D-Wiedergabeverfahren,
bei
dennen die Farbinformationen der Bilder gleich sind, z.B. bei
polarisierten Bildern oder Lentikularbildern
oder Bildern im neuen Parallaxen-Barriere-Verfahren.
Die Shutter-Brillen, welche abwechselnd jeweils ein Auge verdunkeln,
können ebenfalls Kopfschmerzen oder Übelkeit verursachen.
Epileptiker dürfen soche Brillen gar nicht aufsetzen, da diese epileptische Anfälle auslösen können.
Um Kopfschmerzen und Übelkeit beim 3D-Schauen zu vermeiden, sollte man somit auf ein gutes 3D Wiedergabesystem achten,
auf eine sehr gute Qualität der Aufnahmen und auf genügenden Abstand zur Projektionsfläche.